Ischia ist die großte neapolitanische Insel, und befindet sich 17 Seemeilen von Neapel und Capri entfernt. Als Kurstation, verdankt sie ihre Berühmtheit der vulkanischen Natur des Bodens und dem einzigartigen Reichtum an Thermalmineralquellen. Ihre hervorragende geographische Lage, ihre breiten Strande, die wunderbaren Pinienwaelder, die sich weit erstreckende Weinberge, Kastanienwaelder und Zitrusfnichtplantagen (daher der Name "Isola Verde") machen aus den Gemeinden von Barano, Casamicciola Terme, Forio, Ischia, Lacco Ameno und Serrara Fotana, sechs bekannte Urlaubszentren. Auf der Insel ist es moglich See-und Thermalmineralbäder (Schlammbäder, Aereosol, Inhalation-Sonnentherapie und Wassersport zu betreiben; Ruhe und Erholung zu genießen oder entlang der Küste und auf den Hügeln zu spazieren, Bergwandern auf steilen und felsigen Wegen, bis hinauf zum Gipfel vom 'Epomeo'.
Es ist auch moglich in exklusiven Boutiquen einzukaufen, tausend Koestlichkeiten der südländischen Küche zu probieren oder sich bei einem abwechslungsreichen Nachtleben zu vergnügen.

Die Insel vom Meer aus betrachtet
Vom überaus geschäftigen Hafen aus geht es Richtung Süden, vorbei an der Punta Molino, dem Endstück eines großen Lavastroms. Dem Küstenverlauf folgend, vorbei an kleinen Stränden, gelangt man an einen Punkt, von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf die beeindruckenden Ausmaße des Felsens Castello d'lschia, der die blauen, erholsamen Gewässer von Ischia Ponte umarmt. Dieser Küstenstrich ist reich an Stränden und Felsen: die Marina dei Pescatori und die Bucht von Sant'Anna mit ihren Felsen. Weiter geht es zu einer Reihe von hohen Felswänden, unterbrochen von den Kaps Punta della Pisciazza, Punta del Lume, Punta Parata Centorerni und Punta Grotta di Terra, zwischen denen sich mehrere winzige Buchten, die Grotta Tisichello und die Grotta del Mago, schmiegen. Der letzte und gleichzeitig großte südliche Felsvorsprung ist die Punta San Pancrazio. Man geht bis zum Capo Crosso (auf der Seeseite des Ausläufers des Monte Cotto gelegen) beständig an hohen Felsen vorbei. Es folgt noch ein kleines felsiges Stück, das in der Punta della Signora endet, bevor der lange, einladende Maronti-Strand beginnt; dieser gibt den Blick auf die entzückende Halbinsel Punta Sarzt'Angelo frei, auf der sich eines der charakteristischsten Doerfer der Insel befindet. Folgt man der Küste weiter in Richtung Westen, kommt man an noch hoeheren Felsen vorbei, die sich mit zahlreichen Kaps abwechseln. Und so muB man, bevor man an den ruhigen Strand von Citara gelangt, erst zahlreiche Landzungen umschiffen: Punta Chiarito, Capo Negro, Capo del Pilaro und Capo dello Schiavo. Auf dieser Strecke, dem Felsen entlang gelegen, gibt es eine Vielfalt von kleinen Buchten und ungestoerten Plätzchen; kleine Schluchten haben sich in den Tuffstein hinuntergegraben, und die typische Macchia ist zu sehen. Das großartigste Panorama bietet allerdings der bedrohlich wirkende Felsblock der Punta Imperatore, an dem sich der schmale, ruhige Strand von Citara mit seinen dahinter liegenden Thermen anschließt. Am anderen Ende befindet sich das Fischerdorf Forio, das von der Punta del Soccorso in zwei geteilt wird. Folgt man weiter dem Küstenverlauf, kommt man an den Stranden von Chiaia und San Francesco vorbei bis hin zur Punta dello Zaro, in dem sich die vertikalen Einschnitte  der Punta Caruso, der Punta dello Spaccarello und der Punta Cornacchia befinden. Dahinter liegt die bezaubernude Bucht von San Montano, die im Norden von der mythischen Landzunge des Monte Vico abgeschlossen wird. Auf der anderen Seite der Bucht befindet sich Lacco Ameno mit dem Scoglio del Fungo, ein Felsen, der eine außergewoehnliche Form aufweist, nämlich die eines Pilzes. Hier befindet sich das Ischia der kleinen Bootsanleger von Casamicciola und das des letzten kaps, des Perrone, bevor man zum Strand namens Spiaggia degli Inglesi und zurück zum Hafen kommt.

 

Das "Castello Aragonese"

Ein Besuch des Castello Aragonese ist Pflicht. Das "Castello" ist in Wirklichkeit nur das Endstück einer 76 Meter hohen kleinen Insel. Es wurde zur militärischen Verteidigung genutzt und diente der Bevoelkerung seit dem 5. Jh. v. Chr. als Zufluchtsort; im 14. Jh. wuchs es zu einer richtigen Stadt aus: bis zum 18. Jh. lebten dort 5000 Menschen. Der Rundgang beginnt in einem 475 Meter langen und fünf Meter hohen Tunnel, der in das Vulkangestein gegraben wurde, führt dann weiter eine Anhoehe hinauf, die dem Besucher ständig neue Ausblicke verschafft und an einer Reihe von interessanten Denkmälern vorbeifuhrt: die Ruine einer
Kathedrale aus dem Jahre 1301, die 1809 den englischen Kanonen zum Opfer fiel; die restaurierte, kleine und sonnendurchflutete Kirche von Sarz Pietro a Pantaniello, ein sechseckiger Bau (1547); die schlichte, ehemalige Kirche der Immacolata, in der heute Ausstellungen stattfinden; das düstere ehemalige Zuchthaus und das einstige Kloster der
Klarissinnen. Hier wird dem Besucher ein vielleicht etwas makaberes Szenario gezeigt: der ehemalige Friedhof. Wenn eine Nonne starb, wurde ihre Leichen auf einem steinernen Stuhl gesetzt und so der Venwesung überlassen, wahrend jhre Mitschwestern ihnen tägliche Besuche abstatteten, um sich der Obliegenheit des Sterbens zu erinnern.

 

Ausflug nach Sarit'Angclo und zu den "Steinhaiisern"

Von Serrara Fontana aus kann man sich entweder mit dem Auto oder aber auch zu Fuß aufmachen, um die Häusergruppen der charakteristischen und malerischen Stadtkerne von Noia, Serrara, Ciglio und Panza zu besichtigen. Entlang der Straße trifft man auf einige Musterbeispiele außergewoehnlicher Architektur: die sogenannten "Steinhäuser". Es handelt sich hierbei um Wohnstätten, die zwischen dem 16. und 18. Jh. aus riesigen Tuffsteinbloecke gehauen worden sind, die zuvor infolge von Erdbeben vom Monte Epomeo heruntergerollt waren. Einige dieser "Häuser" sind noch heute bewohnt. Die Raumaufteilung unterliegt dem gleichen Schema eines traditionellen Hauses, mit allen notwendigen Raumen. An der Außenwand befindet sich oft eine kleine Treppe, die ebenfalls aus dem Tuff gehauen wurde, und die nach oben auf das rustikale Dach führt. Das Dach ist eine regelrechte Terrasse, die, mit Blumen verschoent, zum Entspannen oder aber auch für häusliche Aktivitaten venwendet wird. Von Panza aus gelangt man in das farbenfrohe Fischerdorf Sant'Angelo. Dies ist eine der bezauberndsten Ecken der Insel Ischia, das durch den gleichnamigen Hugel vom Meer geschützt ist und zu dessen Füßen sich ein Landungssteg für Touristenboote befindet. Von hier aus kommt man an den schoenen Maronti-Strand, in den sich die "Fumarolen warme Dampfquellen, ergießen.